| E 18 01
Mitte der
zwanziger Jahre war die Ausführung elektrischer
Schnellzulokomotiven immer noch unklar. Es gab
gute Ergebnisse mit der E 21 und
durchwachsene Erkenntnisse mit der E 21.5, aber
man suchte noch nach Möglichkeiten, den
kostengünstigen Tatzlagerantrieb, welcher sich
bei Straßenbahnen wie auch der E 92.7 und E 95
bewährte, im Schnellzugdienst einzusetzen. Diese
Versuche gingen bis Mitte der 30er Jahre und
endeten mit der E 05.
Zu diesem Behufe nun ließ man bei Siemens zwei
Schnellzuglokomotiven mit vierachsigem Triebwerk
bauen. Die Steifrahmenlok E 16 101 und die
ähnlich der der späteren E 44 mit zwei
Drehgestellen konstruierte E 18 01. Hier waren
Triebwerk und Vorläufer in einem Rahmen
zusammengefaßt.
Es zeigte sich aber, daß der Tazantrieb zu
Gleisschäden führte, zudem lief die E 18 01 im
Bogen besser, neigte aber in der Geraden zu
Schwingungen. Die E 16 101 lief in der Geraden
gut, quälte sich aber im Bogen.
Beide Maschinen wurden in Schlesien getestet,
waren aber sont nur in Mitteldeutschland
eingesetzt. Nach der Rückkehr als Reparationslok
wurde sie schließlich 1961 ausgemustert.
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A
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Die E 18 01 gab es als E 15
01 von Westmodel, wie auch die E 16 101.
Die Entwicklung dürfte aus den 80ern sein,
ursprünglich war die Lok für
Märklinfahrwerke der E 10/E 40
konstruiert. Daraus folgt eine zu große
Breite des Lokkastens und manch andere
Maßabweichung.
Ich bekam ein Ätzblech der Lok und bin nun
dabei, die Maschine bis Cloppenburg 2027
fertigzustellen.
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Quellen:
Bäzold/Fiebig, Archiv Elektrischer Lokomotiven,
Transpress, 1. Auflage 1966,
Bäzold/Fiebig, Ellok-Archiv, Transpress, 3. Auflage
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