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Umbaubericht
Piko G 7.1
Einführung
Modelle preußischer Arbeitspferde sind rar. Bis auf die Kleinserienhersteller, die die G 2 bis G 8 in teils durchwachsener Qualität liefern, gibt es die wichtigen Modelle nicht in preiswerter Ausführung und zahlreichen Varianten. Hauptursache ist, wie so oft, die Tatsache, daß diese Maschinen nicht in der Epoche III bei der DB liefen, somit unbekannt sind und vom Mainstream-Modellbahner kaum gekauft werden.
Zwar gab es die G 8.1 von Piko in den 60ern, gibt es sie noch von GFN und von Märklin, die G 10 gibt es von Roco mit zu kleinen Rädern und es gab einst die G 12 von Roco aus dem Röwa-Erbe. Bedauerlicherweise sind das aber recht moderne Lokomotiven, die 1910 schon betagten Naßdampfer fanden bis auf eine G 4 (GFN als Startpackungslok) keine Berücksichtigung. Daher war die Freude groß, als Piko ein Modell der G 7.1 ankündigte. Vier Vorbildmaschinen sind weltweit erhalten, eine davon bei der DR im Museumsbestand. Groß waren die Erwartungen, da Piko mit den hochwertigen Modellen in den letzten 15 Jahren ordentliches geleistet hatte.
Es erschienen erste Bilder, das Handmuster war von Model Loco und die Erwartungshaltung groß. Noch größer war die Enttäuschung, als statt des erwarteten Supermodells dann ein Einfachmodell auf der Messe erschien. Der Hersteller ließ verlauten, daß ein Vollmodell keinen Markterfolg gehabt hätte und man deshalb daraus lieber ein preiswertes Einfachmodell gemacht habe. Die Reaktionen darauf waren zum Teil recht bösartig. Teilweise waren die Aussagen beschämend für die Verfasser, wenn sie mangels jeglicher Vorbildkenntnis das Fehlen der Heusingersteuerung oder von Pumpen und Kesselleitungen beklagten. Aber auch die Fachleute waren sauer, weil das Modell ohne größeren Aufwand nicht umzubauen ist.
Ich persönlich sehe das nicht so, erkenne das Potential das die alte Dame trotz allem hat.


Bild 1
Das Modell der G 7.1 in DRG-Ausführung

Den ersten öffentlich gewordenen Umbau lieferte Jens Braun für das Eisenbahn Journal, dieser ambitionierte Umbau ging mir nicht weit genug,weil er zwei der Hauptmägel nicht beseitigt.
Problem Nummer eins sind die zu kleinen Räder, die wegen der Wechselstromfahrer, die auf 1,35er Spurkränze angewiesen sind Vorbildrädern von 1150 mm (statt 1250 mm) entsprechen. Die Nummer zwei stellt der so genannte Betonsockel dar. Gemeint ist damit die Blende, die den Durchblick zwischen Kessel und Umlauf bzw.. Blechrahmen verhindert. Für viele Modellbahner ist das ein KO-Kriterium.


Bild 2
Die Lokführerseite

Neben den angespritzten Leitungen und spartanisch ausgeführten Pufferbohlen hat die G 7.1 aber auch ihre Qualitäten. Das ist zum ersten die Maßhaltigkeit. Piko hat die Räder kleiner gemacht, das ist mir wesentlich lieber als passende Räder ,mit zu großem Achsstand, wie es sehr gern gemacht wird. Dann ist mit der Vorbildauswahl nicht viel falsch zu machen, die G 7.1 war nun einmal so nackt. Ein großes Plus ist auch der Tender, oder vielmehr der Antrieb. Zugegeben, der Motor ist riesig und erinnert an Spielzeugmotore aus 3-Euro-Produkten. Er ist aber von Mabuchi, läuft bei 1,2 Volt an und bei 1 Volt noch rund. Das Getriebe ist ordentlich untersetzt, Stromabnahme erfolgt von allen Rädern. M.E. ist der Tender ein echter Gewinn für alle Freunde preußischer Dampfloks, lassen sich damit doch endlich sämtliche ML-Krücken vernünftig antreiben.

Der Umbau des Fahrwerkes
Der Wechsel der Räder ist nur in der Theorie einfach. Benötigt werden vierzehnspeichige Räder mit einem Durchmesser von 14,3 bis 14,5 mm, RP25 und einer Achse von 2 mm Durchmesser. In der Theorie müßten Räder der T 13 von Trix oder KMB passen. In der Praxis passen die MP-Tauschräder (14,4 mm)  für die G 10 von Roco exakt, diese sind nämlich zu klein. Bevor sich der geschätzte Leser nun freut, sei ihm gesagt, daß MP schon lange nicht mehr liefert und die Reste bei Spieth ausverkauft sind. Eine weitere Möglichkeit wären die ebenfalls zu klein geratenen Räder der G 10 von Roco, diese messen 14,8 mm und passen gerade so mit RP25-Spurkränzen unter den Umlauf. Allerdings muß hier der Bund der Achsaufnahme gekürzt werden.

Mir blieb das erspart, ich bekam von einem Bekannten den Satz von MP, die versuchsweise in die  G 7.1 eingesetzt schon das erste Erstaunen auslösen. Das folgende Bild zeigt sehr anschaulich den Gewinn, den die neuen Radsätze bringen.
 

Bild 3
Die Lok mit zwei der neuen Radsätze
 
Um in den schmalen Rahmen der G 10 zu passen, haben die MP-Radsätze Messingringe als Distanzstücke, diese lassen sich einfach abkneifen. Das ist bei den Endradsätzen nötig, bei den mittleren nur, wenn man den Rahmen auch ändern will. Dazu später.
Bild 4 zeigt die Lok mit den Tauschradsätzen von unten, die auch deutlich schmaler ausfallen.



Bild 4
Die Lok von unten mit Tauschradsätzen

Abschließend noch ein Blick von schräg vorn zur Illustration.Witzigerweise steht die Lok auf einer ebenen Fläche mit diesem Mix an Rädern sicher und fest.



Bild 5
Die Lok zuletzt von schräg vorn.

Manch ein umbaufreudiger Besitzer der Lok wird nun in Betracht ziehen, die Räder abzudrehen. Das ist einfach und problemlos zu machen, interessehalber habe ich es getan. Meine Erfahrung ist, daß der Spurkranz viel ausmacht, vorher todhäßliche Räder wirken mit niedrigen Spurkränzen gleich ganz anders. Das folgende Bild zeigt links das originale Rad, rechts das abgedrehte, welches gleich viel gefälliger wirkt.



Bild 6
Ein Radvergleich

So verlockend es scheinen mag, im Rahmen ist das abgedrehte Rad kein Anblick, da der erfahrene Betrachter weiß, daß die Räder beim Original fast aneinander schleifen. Wirken der Originalradsatz und der MP-Radsatz noch vergleichbar, fällt der abgedrehte Radsatz völlig aus der Linie. Nicht empfehlenswert, lautet mein Urteil.


Bild 7
Der abgedrehte Radsatz zum Vergleich


Nachdem die Räderfrage geklärt war, rückte ich dem "Betonsockel" zuleibe. Auf Bild 7 war schon für den Fräser angezeichnet was weg sollte, auf Bild 8 sehen Sie die Ursache für den Sockel: Schnittstelle, Decoderplatz und Gehäusebefestigung fordern ihren Tribut.



Bild 8
Die Lok ohne Hut.


Nachdem die Räderfrage geklärt war, rückte ich dem "Betonsockel" zuleibe. Auf Bild 7 war schon für den Fräser angezeichnet was weg sollte, auf Bild 8 sehen Sie die Ursache für den Sockel: Schnittstelle, Decoderplatz und Gehäusebefestigung fordern ihren Tribut.
Da ich noch keine eigene Fräse habe und der Fräsenmann für meine Wünsche keine Zeit, wählte ich einen brutaleren Weg, den Sockel zu entfernen. Ein Trennschleifer mit Metallscheibe war für das Grobe da, mit einer Feile wurde der Rest geglättet. Das Ergebnis zeigt Bild 9. Ich möchte an dieser Stelle daraufhin weisen, daß Schutzbrille und geeignete Kleidung wichtig sind, die wegfliegenden Zinkbrocken sind recht groß und auf nackter Haut ungemein schmerzhaft.



Bild 9
Der Rahmen ohne "Betonsockel"


Die Räder montiert, Zylinder, Stangen und Umlauf aufgesteckt, kann man schon die Verbesserung ahnen. Nicht so berauschend ist die Tatsache, daß die Radkästen hinten offen sind, aber so kann man schön sehen, wieviel Luft zwischen Spurkranz und Blech ist.



Bild 10
Mit aufgesetztem Umlauf.


Der Kessel
Der Kessel besteht aus recht dünnem Material, ein Entfernen der "Sockelblende" geht zügig von der Hand. Dann habe ich eine Lage 0,2er Polystyrol in den Kessel geklebt und anschließend versucht, den Spalt mit Streifen auszufüttern. Das gelang nicht so überzeugend, so daß mehrere Lagen der beliebten Spachtelmasse nötig waren.



Bild 11
Der Kessel ohne Sockelleiste und mit verspachtelter Öffnung.



Bild 12
Der grob verschlossene Kessel auf dem Umlauf,

Spachteln und Schleifen nahm einige Tage in Anspruch, bis ich endlich mit dem Ergebnis zufrieden war.


Bild 13
Der grundierte Kessel.

Als der Kessel scheinbar glatt und von allen angespritzten Leitungen befreit war, bekam er eine erste Grundierung. Die zeigt mir immer sehr deutlich, wo noch Mängel sind. auf Bild 13 sind noch Fehler zwischen den Kesselstützen zu sehen.


Bild 14
Versuchsweise aufgesetzter Kessel mit neuen Rädern.



Bild 15
Und hier das gleiche im Gegenlicht.



Bild 14 und 15 zeigen dem Betrachter, wie sich das Aussehen der Lok durch solche "Kleinigkeiten" wie maßgenaue Räder und Durchblick unterem Kessel verändern. Das ist es, oder?!?

Rahmenarbeiten und Fahrwerksarbeiten, Teil 2
Am Tenderfahrwerk ist nur wenig zu machen. Räder ausbauen, abziehen, abdrehen. Ein Räderwechsel ist hier solange sinnlos, wie die Tendergetriebe den übrigen Durchblick verwehren.



Bild 16


Nach längerem Überlegen, bei dem auch die Idee einer Neuanfertigung des Rahmens im Raume stand, beschloß ich, die Vertiefungen im Rahmen (die für die R1-Fraktion nötig sind) auszufüttern, da sie dem neuen Modell nicht angemessen sind.
Zuerst wurde aber der Rahmen noch tiefer ausgearbeitet und eine Vertiefung für die Kabel geschliffen.
  

Bild 17


Dann wurden die Vertiefungen mit in Sekundenkleber getränkter Pappe ausgekleidet.

  

Bild 18


Eine neue Rahmenblende mit nach Plausibilität angelegter Nietenreihe aus Polystyrol gefertigt und aufgeklebt. Dabei stellte sich heraus, daß 0,2 mm zu viel sind. Eine neue Blende aus einfacher Folie mit 0,3 mm Stärke war besser geeignet.
Das folgende Bild zeigt aber trotzdem, wie die Blende höher als der Gußrahmen steht.

  

Bild 19


Nach dem Aufkleben wurde der Rahmen  grundiert, die Niete sind gut zu erkennen.

  

Bild 20


Der vordere Rahmenabschluß bereitete mir einiges Kopfzerbrechen, da die verfügbaren Bilder widersprüchlich erschienen. Am Piko-Modell wirkt der Rahmen nicht sehr überzeugend, deshalb sägte ich das vordere Ende nachträglich ab. Ein Vergleich mit dem Foto aus dem Netz, welches hier im Hintergrund zusehen ist, fällt auch die Pufferbohle bei Piko anders aus.

  

Bild 21


Das Rahmenteil vor den Zylindern wurde deshalb aus Polystyrolplatten neu angefertigt und auf die Grundplatte geklebt, die Pufferbohle entgegen anfänglicher Überlegungen nicht komplett ersetzt sondern nur überarbeitet.
Außerdem bekam der Kessel nun endlich die Kesselstützen, sie entstanden aus 0,8er PS.

  

Bild 22


Die nach der Probegrundierung entdeckten Fehler wurden gespachtelt und geschliffen, die Halter für die Leitungen und Griffstangen sowie die Lichtmaschine angebracht. Das Führerhaus bekam neue Griffstangen und Dachhaken, dann ging es in die Lackiererei.
Inzwischen habe ich mich für die 1907 von Schwartzkopff gelieferte 55 411 entschieden, die 1931 ausgemustert wurde. Für die Maschine gibt es ein recht schlechtes Bild der Heizerseite, auf dem aber Vorwärmer und zusätzliche (?) Luftpumpe gut zu erkennen sind. Außerdem ist sie als niederschlesische Maschine nachgewiesen ist. Dafür muß ein neuer Vorwärmer (stammt von der T 16 von GFN) her, der vorverlegt wurde, bei der Luftpumpe besteht noch Unklarheit, ob diese links hinter dem Vorwärmer sitzt oder ob es zwei Pumpen an der Lok gab. Letzteres ist möglich, da auf den Gebirgsstrecken bei Güterzügen der Luftbedarf sehr hoch war. Auf dem Bild ist hinter dem Vorwärmer eine einstufige Pumpe zu sehen.

Die Strahlpumpen entstehen aus Teilen der G 10 von Roco, der Luftkessel unter dem Heizer stammt aus der Bastelkiste.
Die 411 hat schon elektrische Beleuchtung, weshalb der Turbogenerator bleiben durfte.

  


Bild 23


Nun folgte die Lackierung in grün-schwarz, wie es nach Diener für Länderbahnmaschinen bis 1930 üblich war. Der Tender ist noch nicht behandelt worden, da mir noch die Aufstiege fehlen.
Wie man erkennt, wirkt die Lok nun schon fast fertig, obwohl der Fummelkram mit den Leitungen, Sandfallrohren und Pumpen noch etwas Zeit in Anspruch nimmt.
  

Bild 24


Oben sieht man den neuen Vorwärmer, der mit seinen Schrauben und kopfseitigen Anschlüssen dem Vorwärmer auf der 55 411 entspricht. Einen ähnlichen Vorwärmer hat die 55 380, die aber wegen der Gasbeleuchtung und nur einem Foto von 1936 nicht infrage kam. Unter dem Führerstand sitzt die Strahlpumpe, die aus den Teilen der G 10 von Roco entstand.

  

Bild 25


Oben die Lokführerseite mit dem zusätzlichen Luftkessel. Ein weiterer kommt noch an den Tender, mangels Bilder der 411 griff ich auf Fotos von Werkloks zurück, die im HiFo gezeigt wurden.

  

Bild 26


Und natürlich noch einmal ein Bild im Gegenlicht, jetzt aber schon mit Kesselstützen, Vorwärmer und Luftkessel.

Nun waren Pumpen, Vorwärmer und Kesselleitungen dran. Hier fiel es mir anfangs schwer, die richtigen Leitungen zu verlegen und die Verbrauchen korrekt anzuschließen. Nach ein paar Irrtümern und dankbar angenommen Hinweisen gelang es doch, weitgehend vorbildgetreu zu werden.
  

Bild 27

Der Bedarf an Kleinserienteilen hielt sich bei meiner G 7.1 in Grenzen, da ich weitgehend vorhandene Teile weiterverwendet habe. Die Luftpumpe und auch der Generator sowie die Anstellventile stammen original von der Lok, die Speisepumpe von Roco, der Vorwärmer von GFN, die Stangen und Leitungen sind aus verschiedenen Drähten entstanden, die Griffstangenhalter sind von Weinert.
Unten sieht man die Lok noch in fabrikneuem Glanz, der fällt später weg.

  



Bild 27

Nachdem nun Weinert innerhalb von 4 Tagen lieferte, konnte ich die G 7.1 weitgehend abschließen. Ich baute eine Satz elektrischer Reichsbahnlampen an, montierte die der Hobbylok beiliegenden Puffer und rüstete die Bohle komplett zu. An den Zylindern wurden die Entwässerungsstutzen angebracht und der Tender wurde noch etwas überarbeitet. Die Rückwand wurde von den angedeuteten Griffstangen und Tritten befreit, was im Freihandfräsen nicht ganz perfekt gelang, wie man auf Bild 31 erkennen kann.
  

Bild 28

Oben im Bild 28 nun die fast fertigen Lok. Der Kessel wurde wie auch der Tender auf der Oberseite noch leicht geschwärzt. Eine detaillierte Alterung kommt nach dem letzten Schuß Klarlack drüber.
Das Fahrwerk erforderte letztlich noch einige Änderungen. Durch die Verwendung der Stangenschrauben von Roco war es nötig, die Augen der Kuppelstangen deutlich aufzuahlen. Ob das im Dauerbetrieb hält, wird sich zeigen. Die Treibstange wurde mit einer Schraube M 1,4 befestigt, diese muß ich später noch einmal bearbeiten. Die Stromabnehmer mußten wegen der größeren Räder nach unten gebogen werden um nicht über den Radkörper Kurzschlüsse zu verursachen.
Die Halterung der Gleitbahn muß ich noch umbauen, die Neigung der Zylinder stimmt mit dem Lauf des Kolbens noch nicht überein.
  

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Bild 29

Auch hier sieht man, daß die TBK genug Platz für all die schönen Dinge an der Pufferbohle läßt.

  


Bild 30

Auf der rechten Seite fehlt noch der Luftkessel am Tender und die Dreiecksstützen für den Wasserkasten, wie man mit in DSO mitteilte.
Ganz wichtig ist noch das Gegengewicht an der Treibachse. Wegen der zierlichen Kuppelstangen ließ sich der originale Treibradsatz nicht verwenden. Es scheint mir einfacher, ein neues Gegengewicht anzufertigen und aufzukleben.

  


Bild 31

Die Tenderrückseite zeigt noch Spuren vom Abfräsen, sind aber insgesamt in der Realität kaum zu sehen.

  


Bild 32

Natürlich fehlt noch die Beschriftung als 55 411 in Messing und zudem möchte ich die Lok-Tender-Kupplung noch kürzen. Bis auf die fehlenden Kleinigkeiten, wie Aufstiegsgriffstangen und die Verglasung sowie die Alterung sehe ich aber das Projekt als abgeschlossen an.

  
Bild 33

Bild 33 zeigt die Lok mit Gegengewicht an der Treibachse und um knapp 3 mm gekürztem Kuppeleisen. Der Lok-Tenderabstand beträgt jetzt 2 mm und trotz der umfangreichen Umbauten schafft meine G 7.1 einen 400er Radius.


Bild 34 folgt 2009



  

Fazit

Ein Fazit zu ziehen, fällt mir hier leicht. Aus einem recht häßlichen Entlein kann ein schöner Schwan entstehen. Erleichtert wird diese Aufgabe durch die maßstäbliche Umsetzung des Modell durch Piko. Wir haben mit der G 7.1 eine brauchbare Grundlage für den Umbau und die Arbeit ist überschaubar. Selbst ohne Spezialwerkzeug ist so ein Umbau zu bewerkstelligen.
Die größten Mängel des Hobbymodells aus Sicht der Modellbahner sind die Räder und der Betonsockel. Zusammen mit den neuen Kesselleitungen läßt sich das recht schnell und einfach ändern. Die MP-Radsätze kosteten mich rund 50 Euro, nimmt man die Radsätze der G 10 von Roco, dürfte man mit gut der Hälfte davon kommen.  Die Weinertteile kosten auch nicht alle Welt, mangels Lust das aufzurechnen schätze ich die Gesamtkosten des gezeigten Umbaues auf 100 Euro inklusive Decoder.
Durch den wirklich brauchbaren Antrieb habe ich mit einigem Aufwand und mäßig finanziellem Einsatz ein vollwertiges, betriebstaugliches Modell geschaffen, welches sich mit der G 7 von Model Loco messen kann.


   
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