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Modellkritiken


Vorbemerkungen
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Kritiken bzw. Testberichte aktueller Modelle findet man in allen Modellbahnzeitschriften. Warum also auch an dieser Stelle, schließlich steht dem Privatmann  kaum die Technik der Fachzeitschriften zur Verfügung? 

Dafür sprechen mehrere Gründe. Einmal können und werden die Fachzeitschriften nie alle Modelle testen, speziell bei Randgruppenloks taugt der Test kaum als Anreiz zum Kauf der Zeitschrift.
Dann kann eine Fachzeitschrift nicht objektiv sein. Da sie auch wesentlich von den Werbeeinnahmen lebt, kann der Anzeigenkunde nicht durch eine negative Kritik verärgert werden. Ob die Hersteller (bis auf einer) wirklich drastisch reagieren würden sei dahingestellt, der vorauseilende Gehorsam einiger Redakteure genügt bereits. Oder wie erklären Sie sich die Tatsache, daß einem 250 € teuren Modell der E 75, daß vor über 20 Jahren entwickelt wurde, ein "noch gutes Preis- Leistungsverhältnis" bescheinigt wird? 

Weiter kommt dann noch hinzu, daß durch die Habituation eine gewisse Betriebsblindheit eintritt. Wer ständig mit Lokmodellen über 500 € zu tun hat, wird ein Modell für 300 € als ungewöhlich preiswert empfinden. 

Viel wichtiger erscheint aber ein anderer Punkt, für den eine Diskussion in der Newsgroup de.rec.modelle.bahn die Grundlage liefert. 
So ist es durchaus glaubhaft, daß die Redaktion die Modelle gründlich auf ihrer Testanlage untersucht. 
Aber: Oft sind es Modelle der Nullserie bzw. oft werden die Modelle der Redaktion vom Hersteller zur Verfügung gestellt, da die Redaktion verständlicherweise nicht alle Neuerscheinungen erwerben kann. So dürfen wir davon ausgehen, daß in solchen Fällen nur besonders gut gelungene Exemplare mit überdurchschnittlich guten Fahreigenschaften getestet werden, falls sich der Hersteller nicht besonders dumm anstellt. Wie unterschiedlich Modelle ausfallen, weiß der, der von einer Modellokomotive mehrere Fahrzeuge besitzt. 
Weiter dürfen wir davon ausgehen, daß die Testanlagen der Redaktion mit einer weitgend exakten Gleisanlage ausgestattet sind, wir können uns das Geschrei vorstellen, daß die Hersteller anstimmten, würde eine Neuerscheinung wegen unsachgemäßer Weichenverlegung Punktabzug bekommen...
Der Durchschnittsmodellbahner verfügt in der Regel über keine mängelfreie Gleisanlage. Somit ist ein entgleisungsfreier Lauf in den Redaktionsräumen noch keine Aussage, vielmehr ist interessant, wie die Modellmaschinen sich auf unebenen, verzogenen und miserabel verlegten Gleisen verhält. 

Aussagen dieser Art können natürlich nicht nur von einer Person stammen, sie müßten von einer statistisch relevanten Anzahl Tester gemacht werden. Meine Aufstellung ist dabei nur ein bescheidener Beitrag, die von mir getesteten Fahrzeuge passen zu meinem Anlagenthema und wurden meines Wissens bis auf Ausnahmen noch von keiner Fachzeitschrift getestet. Mir war wichtig, den übrigen Freunden der schlesischen Gebirgsbahn eine kleine Hilfe zu bieten.


Bei meinen Modellkritiken kann ich natürlich nicht die Maßstäbe der Fachzeitschriften erreichen, mir kommt es mehr auf die Praxistauglichkeit der Modelle an. Natürlich lege ich bei Neuerwerbungen wert auf exakte Vorbildtreue, kannaber nicht jeden Fehler entdecken. So fehlt vielfach die Literatur oder das Wissen um Details, was mir auffällt werde ich aber erwähnen. 
Nicht zuletzt sind die Aussagen meine persönliche Meinung, sosehr ich mich um Objetivität bemühe, werden doch besondere Vorlieben oder Abneigungen deutlich werden. Weiter ist mein finazieller Bezugrahmen ein anderer, ich finde eine Modellokomotive aus Großserienfertigung für mehr als 150 € zu teuer. 
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